RJV-After-Work-Veranstaltung: Agilität in Theorie und Praxis

In den Räumlichkeiten der Barmenia in der Siegener Innenstadt hat Lars Klingelhöfer von der Kreutz & Partner Beratungsmanufaktur bei leckerem Finger Food zur besten Afterwork Zeit mit dem „Mythos Agilität” aufgeräumt.

Das Thema „Business-Agilität” ist schon seit längerer Zeit in aller Munde und beschäftigt gleichermaßen kleine wie große Unternehmen, Start-Ups genauso wie Alteingesessene. Die Digitalisierung von Produkten und Services sorgt in den unterschiedlichsten Branchen für große Herausforderungen, denen oftmals nur mit größeren Transformationsprozessen entgegengetreten werden kann.

Dennoch birgt das Thema eine Vielzahl von Missverständnissen, Mythen und Buzzwords, die es schwierig machen, sich ein klares Bild von Chancen und Risiken zu machen und die für das eigene Unternehmen richtigen Maßnahmen auszusuchen.

Neben einer Einführung in das Thema und einer praktischen Simulation agiler Arbeitsmethoden hatte Lars Klingelhöfer auch einige konkrete Beispiele und praktische Tipps im Gepäck, wo/wie man als Unternehmen beginnen kann.

Um den vielfältigen Herausforderungen einer komplexen und sehr dynamischen Unternehmensumwelt gewachsen zu sein, müssen Unternehmen heute  agiler, flexibler und reaktionsschneller werden. Das erreicht nur, wer sich als Organisation selbst verändert, sich den Anforderungen anpasst. 

„Am besten gelingt dies“, sagt Lars Klingelhöfer, „indem man mit Hilfe kleiner Schritte viele kleine Erfolgserlebnisse feiern kann. Denn nur wenn Veränderungen positiv konnotiert sind, werden sie bereitwillig und nachhaltig angenommen“. Dies gilt sowohl für die strategische Führungsebene als auch die operativen Ebenen eines Unternehmens. 

Lars Klingelhöfer empfiehlt Unternehmen in der Regel als erstes, Moderationskompetenzen in der Organisation zu fördern, um die Kommunikation unter allen Akteuren zu verbessern: „Ich behaupte, dass 30% oder mehr der Probleme in Veränderungsprozessen Kommunikationsschwierigkeiten sind. Wenn z.B. alle wichtigen Meetings neutral und zielgerichtet moderiert werden, spüren alle Beteiligten sehr schnell den Wert und den positiven Effekt von Moderation.“

Er empfiehlt auch, alle Arbeit sichtbar zu machen (z.B. an Work oder Task Boards), um besser zu verstehen, an wie vielen Themen ein Unternehmen gleichzeitig arbeitet und worauf man sich fokussieren will oder sollte. Hierzu gibt es für alle Ebenen entsprechend passende Konzepte und Methoden.

Wer dann noch lernt, richtig zu priorisieren, das Wichtige und Richtige vom Unwichtigen zu trennen, befindet sich auf einem guten Weg, ein agileres Unternehmen zu erschaffen, dass sich auf vielfältige Herausforderungen und sehr dynamische oder sogar disruptive Veränderungen einstellen kann. „Gute Priorisierung sowohl auf strategischer als auch operativer Ebene ist die Königsdisziplin“, so der Berater und agile Coach. 

Der wichtigste Schritt aber ist und bleibt der erste: anzufangen, überhaupt erst einmal irgendwo etwas zu verändern!


 

 

zurück zur Übersicht