Was motiviert die Generation Z wirklich?

Motivierte Azubis sind das A und O. Wenn Sie meinen, dass die Motivation von den Auszubildenden selbst kommen muss und Sie daran keinen Anteil haben, liegen Sie leider falsch. Denn die Grundvoraussetzung für ein wohlwollendes und angenehmes Arbeitsklima, aus dem die Azubis ihre Motivation schöpfen können, ist Vertrauen. Diese Basis bauen Sie als Ansprechperson in Ihrer Vorbildfunktion als Ausbilder maßgeblich mit auf. Vertrauen wächst und muss von beiden Seiten gefördert werden. Transparenz und nachvollziehbares Handeln gelten für die Generation Z als Hauptmerkmale jener Basis, worauf langfristige und motivierte Zusammenarbeit beruht.

Diese vier Faktoren wirken sich unter anderem positiv auf die Motivation von Jugendlichen der Generation Z aus:

Nr. 1: Flexibilität.

Die meisten Auszubildenden sind es gewohnt, Informationen auf vielseitigste Art und Weise beschaffen und ausführen zu können. Selbstverständlich müssen Azubis lernen sich an bestimmte Regeln und Vorgaben des Unternehmens zu halten, jedoch sind zu viele Einschränkungen Gift für die Kreativität. Durch den frischen Blick des Azubis können neue Sichtweisen und Perspektiven für bestimmte Arbeitsweisen erworben werden. Schränken Sie dieses Potenzial nicht durch starre und unflexible Handlungsweisen bzw. Denkmuster ein.


Nr. 2: Wünsche und Bedürfnisse ernst nehmen

Auszubildende, die direkt von Beginn an spüren, dass sie und ihre Bedürfnisse ernst genommen werden, bleiben dem Betrieb erfahrungsgemäß länger erhalten. Sie steigern ihre Leistungsfähigkeit und sind motiviert die „extra Meile“ für ihr Unternehmen zu gehen. Dies können Sie schon mit Kleinigkeiten fördern, indem Sie Urlaubsanträge oder Freizeitbeschäftigungen ihrer Auszubildenden nicht kategorisch ablehnen, sondern sich ernsthaft damit auseinandersetzen. Auch ein freier Tag in der Probezeit sollte machbar sein, falls der Wunsch vorliegt. Gehen Sie individuell und flexibel auf die Azubis ein.


Nr. 3: Moderne Kommunikationskultur

Flache Hierarchien, die Beteiligung der Azubis an Entscheidungen, schnelle und unkomplizierte Bürokratie sowie eine positive Fehlerkultur wirken höchst motivierend für Azubis. Oftmals suchen Auszubildende heutzutage das Gespräch mit Vorgesetzten, da sie sich mitteilen wollen. Wenn Sie also Kritik „von unten“ als gewinnbringend und wertschätzend auffassen, werden sich Ihre Auszubildenden unternehmensorientiert einbringen. Durch eine intensiv gelebte Feedbackkultur erreichen Sie, dass auch Azubis lernen Kritik aufzunehmen und umzusetzen. Fokussieren Sie sich dabei immer an Kritik an Arbeit und Einstellung zur Ausbildung – werden Sie nicht persönlich! Besonders positiv werten Azubis eine schnelle Rückmeldung, da sie es aus ihrem Alltag als Digital Natives nicht anders gewohnt sind.


Nr. 4: Sicherheit

Ein eher klassisches Beispiel, was der Generation Z genauso wichtig ist, wie auch schon diversen Generationen zuvor. Ausgehend von zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Unruhen ist es uns ein Bedürfnis, Sicherheit für unser Privat- und Arbeitsleben zu haben. So geht es auch Ihren Azubis. Geben Sie ihnen das Gefühl, dass sie sich auf Ihr Wort verlassen können. Unter den Punkt Sicherheit fällt übrigens auch die Transparenz. Machen Sie Ihre Entscheidungsprozesse sichtbar und nachvollziehbar.


Quelle: AzubiScout

 

 

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