07.06.17: Der RJV mit redaktionellem Beitrag in der Siegener Zeitung

Im Netzwerk das erreichen, was sonst nur Konzerne haben! Der Regionale Jobverbund vereint mittelständische Arbeitgeber im Dreiländereck. Drei Fragen an Daniel Gräbener, Projektleiter und Moderator des Netzwerks für Unternehmer und Personalverantwortliche.

Daniel Gräbener ist seit Mai 2015 neuer Projektleiter und Moderator des Netzwerks Regionaler Jobverbund (RJV), einem Zusammenschluss vonArbeitgebern der hiesigen Region mit dem Ziel, mittelständische Kräfte zu bündeln und die regionalen Herausforderungen der Fachkräftesicherung gemeinsam zu lösen.

Was raten Sie den Unternehmen zu den regionalen Herausforderungen?

Geeignetes Personal zu finden, ist nicht (immer) leicht. Hier spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle. Als erste Ausrede wird hier meist der regionale Fachkräftemangel in Verbindung mit dem demografischen Wandel genannt. Zum anderen befinden wir uns in einer ländlichen Region,die manchem „externen“ Bewerber vielleicht nicht attraktiv genug erscheint. Doch allein daran liegt es nicht. Für unsere mittelständischen Firmen ist es wichtig, dass man sich auf diese veränderten Rahmenbedingungen einstellt und Eigeninitiative ergreift. Sich zurück zu lehnen,weil man aktuell keine Stelle zu besetzen hat, ist hier meiner Meinung nach der falsche Weg. Alle Unternehmen betreiben Marketing für ihre eigenen Produkte und Dienstleistungen. Ebenso sind die Unternehmen gefordert, sich als attraktive Arbeitgeber zu vermarkten, um sich auch in Zukunft die besten Talente zu sichern. Dabei gibt es viele Facetten, die ein Unternehmen beachten muss. Konzerne haben in ihren Personalabteilungen eine Vielzahl von Mitarbeitern beschäftigt, die sich um diese vielfältigen Aufgaben kümmern können. Doch wie sieht es mit den personellen und finanziellen Ressourcen unserer Mittelständler aus? Jeder ist doch hier mit anderen Dingen beschäftigt. Es wird einfacher,wenn man als Unternehmen professionelle Unterstützung erfährt und sich mit anderen Firmen zusammenschließt, um bestimmte Synergieeffekte bei der Fachkräftesicherung zu nutzen. Nur so können die Unternehmen vor Ort das erreichen, was auch Konzerne haben.

Stellen Sie eine Änderung bei der Stellensuche bzw. der Personalrekrutierung fest?

Unsere Gesellschaft unterliegt gerade in der heutigen Zeit einem ständigen Wandel. Bewerber, vor allem junge Fachkräfte, beziehen ihre Informationen größtenteils aus dem Internet. Allerdings haben nicht alle Unternehmen bisher erkannt, dass sie in Zukunft proaktiv auf die Bewerber zugehen müssen.Die Zeiten, in denen die „Suchenden“ den Firmen dieTür einrannten,sind vorbei.Unter dem Stichwort „DerArbeitsmarkt wird zum Bewerbermarkt“ müssen Unternehmen systematisch neue Wege im Personalmanagement suchen und öffnen. Da spielt vor allem die Arbeitgeberkommunikation eine Rolle, die noch individueller werden wird. Der Fachkräftemangel erfordert ein Umdenken im HR-Bereich.In der Zukunft sollten Personalmanager nicht nur verwalterische Kompetenzen mitbringen, sondern vielmehr zu einer strategischen Komponente unter dem Radar der Unternehmensleitung werden. Nur so ist auch gewährleistet, dass gerade kleinere Unternehmen in Zukunft weitere Aufträge annehmen können und so auch wettbewerbsfähig bleiben.

Gibt es aktuelle Neuerungen in Ihrem Netzwerk?

Ja, definitiv.Wir als regionales HR-Netzwerk haben uns seit einiger Zeit gezielt auf den regionalen Fachkräftemangel mit all seinen Facetten spezialisiert. Seit kurzem bieten wir Unternehmen und Bewerbern eine komplett neue Plattform,um zusammenzufinden.Dabei soll die neueWebsite aktiv auf den jeweiligen Bewerber zugehen.Auch unsere anderen RJV-Kanäle unterstützen diese Form der Kommunikation.Bei der Gestaltung haben wir den Fokus natürlich auf unsere RJV-Mitgliedsunternehmen gelegt, die sich nun innovativ und attraktiv den Bewerbern im Dreiländereck präsentieren können. Durch unsere verschiedenen RJV-Felder (u.a. auch eine neue RJV-Akademie mit attraktiven Personalentwicklungsmaßnahmen) haben wir als Netzwerk nun die Möglichkeit gemeinsam mit unseren RJV-Unternehmen das Thema Fachkräftesicherung noch professioneller anzupacken.Und dasWichtigste dabei:Sowohl der bereits beschäftigte als auch der potentielle Mitarbeiter stehen hierbei im Vordergrund.

Egal ob Arbeitgeber oder Bewerber – schauen Sie doch einfach mal vorbei: www.regionaler-jobverbund.de.

 

 

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